JATZ - Kinder- und Jugendtreff Zähringen

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Kinder- und Jugendtreff Freiburg-Zähringen

Leitlinien

Leitlinien unserer Arbeit

Um die Ziele und Wege unserer Arbeit klar zu benennen, diese gemeinsam effektiv anzugehen und das Profil unserer Einrichtung schärfen, fassten wir als pädagogisches Team des Jugendzentrums JATZ im Jahr 2018 die Grundsätze unserer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Leitlinien.

Wir bedanken uns herzlich beim Kinder- und Jugendhaus Haslach, dessen Leitlinien wir hierfür als Basis nutzen durften!

Das Jugendzentrum JATZ in Freiburg Zähringen ist eine stadtteilorientierte Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Sinne des §11, SGB VIII.
Jungen Menschen ab der vierten Klasse werden hier unter Berücksichtigung ihrer körperlichen, geistigen und seelischen Fähigkeiten, für ihre Entwicklung förderliche Angebote gemacht Wir bestärken sie in ihrer Selbstbestimmung und regen zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement an.

Unser Trägerverein Jugend im alten Thermabad Zähringen e.V. ist ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe nach §75 SGB VIII. Vertreten durch unseren Vorstand und mit Hilfe von Honorarkräften und Ehrenamtlichen, unterstützen wir als pädagogisches Team die Kinder und Jugendlichen in ihrer Orientierung in unserer komplexen Gesellschaft und geben Impulse zur Lebensgestaltung. Ebenso fördern wir sie in ihrer alltäglichen Lebensbewältigung und vermitteln ein positives Lebensgefühl.

So ist unsere Arbeit mit jungen Menschen ein sich wechselseitig bedingendes Feld von Sozialisation, außerschulischer Bildung, Begegnung, Aktion, Information, Beratung und Interessenvertretung. In diesem Prozess entscheidend ist unser personales Angebot. Wir bauen vertrauensvolle, verlässliche und tragfähige Beziehungen mit jungen Menschen auf, die auf Freiwilligkeit, gegenseitiger Akzeptanz und Wertschätzung des Individuums basieren.

Anknüpfend an die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen und den Gegebenheiten in unserem Stadtteil tun wir dies, indem wir…

1) …das Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen stärken um damit Gefährdungen des körperlichen, geistigen und seelischen Wohls vorzubeugen bzw. entgegenzuwirken.

Das Selbstwertgefühl entwickelt sich durch positive und negative Erlebnisse, aufgrund eigenen Erlebens und der Anerkennung von Anderen. Dies sind wichtige Bezugspunkte, an denen das eigene Handeln ausgerichtet wird – indem wir an den individuellen Stärken und Ressourcen der Kinder und Jugendlichen, der Gruppen und Cliquen ansetzen, nehmen wir sie und ihre Belange ernst, regen dazu an, sich selbst intensiver kennen zu lernen und tragen damit zu einem positiven Selbstbild bei.

2) …bedürfnisorientierte Erfahrungsfelder zur persönlichen Entfaltung und Bildung anbieten.

Kinder und Jugendliche haben das Potenzial, die Lust und die Neugier, sich lernend zu entwickeln. Hierzu bedarf es auch außerschulischer Möglichkeiten und Anregungen – das JATZ bietet in Zähringen einen Raum hierfür. Unser Anspruch an ganzheitliche Bildung von Kindern und Jugendlichen beinhaltet ein Konzept, das kulturelle, soziale, emotionale, kognitive und motorische Lernprozesse umfasst und auf einer von Freiwilligkeit geprägten Atmosphäre beruht.

Als Einrichtung der außerschulischen Bildung regen wir die Entwicklung und Interessen der Kinder und Jugendlichen durch Impulse und geeignete Angebote an. Hier können sie sich ausprobieren, ihre Kreativität entfalten, Fähigkeiten ausbilden und erfahren, wie sie auf Andere wirken.

3)… über Spaß, Freude, Erlebnis und Aktion Kindern und Jugendlichen einen wichtigen Zugang zu einem positiven Lebensgefühl eröffnen.

Spielen mit sich und anderen eignet sich zum Einüben von Fertigkeiten, als Ausdrucksmöglichkeit und schafft Spaß und Freude. Wir nehmen das Spielen ernst und regen dazu an, indem wir Spielmöglichkeiten schaffen. Kinder und Jugendliche, die sich miteinander freuen, gemeinsam lachen, sich bewegen oder genießen können, erfahren ein bejahendes und zuversichtliches Lebensgefühl, mit dem sie ihren Alltag befriedigend erleben.

4)… die Beziehungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen fördern.

Verlässliche Beziehungen tragen zu gesundem psychischem Wachstum bei und schaffen Vertrauen zu sich, zu Anderen und zum Leben. Kinder und Jugendliche suchen Beziehungen. Wir regen die Kinder und Jugendlichen an, untereinander in Beziehung zu treten und andere Personen und Freundschaften wertzuschätzen.

Darüber hinaus machen wir als Pädagog_innen selbst Beziehungsangebote, die als Modell für positive zwischenmenschliche Erfahrungen dienen und eine familienergänzende Funktion bis hin zu einem partnerschaftlichem Status einnehmen können.

5)… die Entwicklung einer eigenständigen, bewussten Geschlechtsidentität unterstützen und geschlechtsbezogenen Benachteiligungen entgegenwirken.

Die Entwicklungs- und Lebensbedingungen von jungen Menschen unterliegen häufig gesellschaftlichen und politischen Strukturen, kulturellen Denkmustern sowie medialen Einflüssen. Die darauf begründeten Rollenerwartungen können Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung einschränken.

Als Einrichtung der Jugendhilfe verpflichten wir uns, die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu fördern, unterschiedliche Lebenslagen zu berücksichtigen und darauf hinzuwirken, Benachteiligungen abzubauen (§9 Nr.3 SGB VIII). Über die kritische Reflexion bestehender Muster und Bereitstellung neuer Erlebensräume fördern wir die Veränderung der bestehenden Handlungs- und Reaktionsweisen. Vorrangiges Ziel ist die Stärkung von Geschlechtsidentitäten, die auf der Gleichwertigkeit von Geschlechtern beruht.

6)… Kinder und Jugendliche unterstützen, Werte zu entwickeln und gesellschaftliche Normen zu respektieren.

Kinder und Jugendlichen sind auf der Suche nach Werten, die ihnen Orientierung und Sicherheit geben. Die Entwicklung von Werten, wie Achtung, Toleranz und Hilfsbereitschaft ist ein Schritt auf dem Weg zur reifen Persönlichkeit. Gesellschaftliche Werte, die in Normen festgelegt sind zu kennen und zu respektieren, macht soziales Leben erst möglich.

Werte und Normen durch unsere Personen vorzuleben und Ansprechpartner_innen im Auseinandersetzungsprozess zu sein, sehen wir als unsere Aufgabe um Schwächere zu schützen, Mitgefühl zu fördern und ein sozialverträgliches Miteinander einzuüben.

7)… selbstbestimmte Freiräume zur Erprobung und Förderung von Eigeninitiative, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein ermöglichen.

In einem von Erwachsenen entworfenen und reglementierten Lebensalltag brauchen junge Menschen die Möglichkeit, selbstbestimmt eigene Ideen, Fähigkeiten und auch Grenzen zu erproben. Entsprechend des Entwicklungsstandes der Kinder und Jugendlichen stellen wir (Frei-) Räume und Material zur Verfügung.

Aus unserer Verantwortung für den Schutz der Anwesenden und um Überforderung der Initiatoren vorzubeugen, knüpfen wir daran angemessene Bedingungen. Wir regen zu Aktivitäten in eigener Verantwortung an und bieten Unterstützung bei der Planung und Durchführung.

8)… die Bereitschaft fördern, andere Lebenswelten und Lebensweisen kennen- und verstehen zu lernen, zu achten und Diskriminierung entgegenzuwirken.

Kinder und Jugendlich treffen in ihrem Alltag auf Menschen, die sich ethnisch, sozial, körperlich, sexuell, national, kulturell und religiös von ihnen unterscheiden. Durch unsere Angebote versuchen wir Vorurteile abzubauen, Achtung, Solidarität und Akzeptanz zu fördern und damit zu einem toleranten Mit- und Nebeneinander beizutragen. Durch diesen inklusiven Ansatz nehmen wir alle an wie sie sind und wertschätzen so die individuelle Vielfalt.

9)… Maßnahmen zur Lösung von persönlichen Problemen und Krisen der Kinder und Jugendlichen, gegebenenfalls unter Einbeziehung der Eltern, gemeinsam erarbeiten.

Sowohl entwicklungsbedingte Krisen als auch gesellschaftlich bedingte, schwierige Lebensumstände belasten Kinder und Jugendliche. Im vertrauensvollen Gespräch werden Probleme in ihren Zusammenhängen verdeutlicht und Lösungswege entwickelt. Bei Bedarf vermitteln oder begleiten wir zu entsprechenden Institutionen.

10)… mit allen erforderlichen/ relevanten Institutionen zusammenarbeiten, die mit der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen befasst sind.

Um unsere Arbeit zielgerichtet und effektiv zu gestalten, vernetzen wir uns mit verschiedenen Einrichtungen. Hierfür bündeln wir Ressourcen, tauschen uns aus, informieren, koordinieren und führen notwendige Maßnahmen durch.
Die Schule bestimmt zunehmend mehr Lebenszeit der Kinder und Jugendlichen. Deshalb kooperieren wir auch mit Schulen im Stadtteil. Im Sinne eines ganzheitlichen Bildungs- verständnisses fördern wir mit unseren Angeboten eine umfassende Entwicklung.

11)… Kinder und Jugendliche anregen sich aktiv an der Gestaltung ihrer Lebenswelt zu beteiligen.

Besonders wenn Kinder und Jugendliche selbst oder ihr unmittelbares Lebensumfeld betroffen sind, entwickeln sie Interesse sich einzumischen und sich für ihre Bedürfnisse einzusetzen. Dieses ist die Voraussetzung für soziales Engagement und gesellschaftspolitische Beteiligung.
Wir unterstützen junge Menschen in ihren Beteiligungsinteressen und setzen ihre Wünsche und Veränderungsvorschläge zeitnah um. Damit fördern und fordern wir Partizipation in unserer Einrichtung und im Stadtteil.

12)… die Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Öffentlichkeit vertreten und an der Verbesserung von einschränkenden materiellen, psychischen und sozialen Lebensbedingungen mitarbeiten.

Kinder und Jugendliche können ihre Interessen gegenüber Gesellschaft und Politik nur bedingt vertreten. Ihre Bedürfnisse werden meist überhört und wirtschaftlichen Belangen untergeordnet. Wir tragen mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln dazu bei, sowohl die Öffentlichkeit als auch die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung für die Situation von jungen Menschen zu sensibilisieren, damit diese die Belange der Kinder und Jugendlichen als wichtig anerkennen und Sozialisationsbedingungen entsprechend verbessern.

13)… Kindern, Jugendlichen, ihren Familien und anderen Gruppen und Institutionen des Stadtteils Räume zur Begegnung zur Verfügung stellen.

Private Wohnungen sind oftmals beengt, kommerzielle Räume zu teuer und öffentliche Räume begrenzt. Wir stellen deshalb außerhalb unserer Öffnungszeiten Funktionsräume und Inventar verschiedenen sozialen und freizeitorientierten Gruppen zur Verfügung. Besonders Zähringer Familien und Jugendliche können dieses Angebot in Eigenverantwortung nutzen. Dies ermöglicht generationsübergreifende Begegnungen, fördert die Eigeninitiative und stellt einen individuellen Bezug zum Haus und Identifikation mit ihm her.